Wir wollen Jugendliche beteiligen

Jugendliche haben wichtige Anliegen und Interessen. Aber bei Wahlen dürfen sie meist nicht mit abstimmen. Deshalb sind wir in der Pflicht. Wir müssen ihre Interessen genauso ernst nehmen, wie die von allen Anderen auch.

Unsere Jugendlichen sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Gerade in einer Zeit, in der Demokratie und Menschenrechte von Rechtspopulisten angegriffen werden, gilt:

Jugendbeteiligung ist gelebte Demokratie und politische Bildung.

Auf Initiative der Grünen ist Jugendbeteiligung deshalb nun auch Pflichtaufgabe in der Gemeindeordnung Baden-Württemberg.
Für uns in Ammerbuch ist es schon längst selbstverständlich, dass wir die Anliegen der Jugendlichen ernst nehmen.

Seit November gibt es eine Jugenddelegation in Ammerbuch. Mit vielen Ideen sind die Jugendlichen gestartet:

Ein Soccerpark und eine Kletterwand könnten in den Außenanlagen des Bildungszentrums umgesetzt werden. Wir möchten, dass die Verwaltung diese Anliegen in den Planungen berücksichtigt.
Es gibt keine geeigneten Jugendtreffpunkte im Freien. Das kann und muss sich ändern.
Ein Jugendcafé ist schon seit dem ersten Jugendgemeinderat ein wichtiges Anliegen.
Mehr Sitzbänke in und um die Ortsteile nützt allen Menschen in Ammerbuch.
Ein Schreibwarenladen fehlt. In der neu gebauten Gemeinschaftsschule sollte es hier ein Angebot geben.
Das Verkehrsangebot mit Bus, Bahn und Fahrrad muss besser werden. Jugendliche sind davon besonders betroffen, aber Verbesserungen in diesem Bereich bringen uns allen etwas. Verspätungen sind zu häufig. Für manche Strecken, zum Beispiel zu unserem Freibad, gibt es kein Angebot. Das Angebot an Radwegen hat nach wie vor Mängel.
Mit dem Bürgerauto macht die Gemeinde hier einen ersten Schritt.
Aber wir wollen auch, dass sich Ammerbuch weiter engagiert für die Umsetzung der Regionalstadtbahn einsetzt. Weniger Verspätungen und mehr Züge zur Spitzenzeit würden Ammerbuch massiv voranbringen.
Das Radwegenetz müssen wir ausbauen und attraktiver gestalten.

Und neben der Jugenddelegation hat unsere engagierte Jugendreferentin Laura Sennock eine Mini-Projektförderung angestoßen: Mach dein Ding zum Erfolg. Damit können Jugendliche konkrete kleine Ideen, zum Beispiel eine Veranstaltung umsetzen.
Laura Sennock ist mit dem Projekt Mach dein Ding vor Ort bei den Dorffesten und Ansprechpartnerin für Ideen und Probleme der Jugendlichen.
Auch ein Beteiligungsprojekt in den 3. Klassen der Grundschulen ist gestartet. Denn auch was die Jüngsten stört, oder was für die besser werden kann, ist wichtig.

Unsere Kinder und Jugendlichen haben viele gute Ideen. Die hier aufgezählten sind nur eine Auswahl.
Wir können nur davon profitieren, wenn wir diese Ideen umsetzen, wo es möglich ist.

Niklas Becker, Grün-Alternative Liste

Mehr Infos zur Jugendbeteiligung in Ammerbuch: www.machdeinding-ammerbuch.de

Radfahren in Ammerbuch

“Rad fahren macht Spaß, Rad fahren ist gesund. Immer mehr Menschen fahren Rad und sie fahren immer längere Strecken. Sicher sind auch Sie öfters mal mit dem Rad unterwegs.
Für Ihren Landkreis ist die Zunahme des Radverkehrs eine Chance: Je mehr Strecken mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden, umso weniger Abgase und Lärm gibt es, umso sicherer ist Ihr Landkreis. Wer Radfahren fördert senkt die Kosten für Infrastruktur, medizinische Behandlungen, Klimaschutz.
Mehr Radverkehr nutzt allen – sowohl den Radfahrern selbst, als auch den anderen Menschen in unseren Städten und Gemeinden” schreibt Gudrun Zühlke, Landesvorsitzende des adfc, in der Broschüre “Radverkehr vor Ort, Landkreis Tübingen”

Radfahren wurde in Ammerbuch von der Verwaltung bisher aber vor allem als sportliche Freizeitbeschäftigung betrachtet. Immer mehr wird das Rad aber auch als Verkehrsmittel eingesetzt, sei es für Einkäufe, Wege zu Kindergarten, Schule oder zur Arbeit oder sonstige Kurzstrecken.
Im Vergleich zum öffentlichen Nahverkehr ist das Rad bei Strecken bis 5 km zumeist schneller – zu Berufsverkehrszeiten ist das Fahrrad zum Teil das schnellste Verkehrsmittel von Entringen Richtung Tübingen.
Innerorts ist es kaum langsamer als ein Auto, ohne dass die Umwelt durch Abgase und Staub belästigt wird. Durch eine Verlagerung eines Teils der Autofahrten auf Radfahrten ließe sich dadurch auch mehr Lebensqualität erzielen – wegen der Verringerung des Autoverkehrs auch für die verbleibenden Autofahrer. Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, auch in unserer ländlichen Gegend die Benutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel attraktiv zu machen.

Die Realität sah bisher in Ammerbuch anders aus: “Der Radverkehr hat in Ammerbuch keine Priorität”, so die Aussage des zuständigen Sachbearbeiters für Sicherheit und Ordnung im Entringer Rathaus Anfang April zu folgendem Problem: Anfang des Jahres war es selbstverständlich, die “störenden” Radfahrer vom Baustellenbetrieb der neuen Schule in Entringen auszusperren, ohne sich über Alternativen Gedanken zu machen. Auf wiederholtes Nachfragen entsteht hier langsam ein Bewusstsein seitens der Gemeindeverwaltung.

Zu einer radfreundlichen Gemeinde ist es aber noch ein weiter Weg. Innerorts fehlen Radwege, wie zum Beispiel an der Bundesstraße in Entringen, auch das Kurzparken von Autos ist hier nicht geregelt, so dass die Fußwege vor den Läden häufig in fast voller Breite zugeparkt werden. Einkaufen wird unmöglich für Personen mit Kinderwagen, Rollator oder gar Rollstuhl. Unsichere Radfahrer, welche hier in der Regel auf den Fußweg ausweichen, finden ebenfalls kein Durchkommen.
Radverbindungen zwischen den Ortschaften, z.B. zwischen Entringen und Herrenberg, müssen geschaffen bzw. sinnvoller beschildert werden. Nur sporlich ambitionierte Radfahrer werden den befestigten Weg über Reusten bzw. den neuen aufwändgen Radweg über Breitenholz wählen, der Weg über Altingen durch den Hardtwald ist bei feuchtem Wetter und Dunkelheit problematisch und nach Forstarbeiten manchmal überhaupt nicht befahrbar. Auf der Bundesstraße zwischen Entringen und Kayh gilt an den Stellen, an denen kein Radweg vorhanden ist, immerhin Tempo 70. Es sollte jedoch hier eine Verbindung geschaffen werden, über die man schnell und sicher nach Altingen bzw. Richtung Herrenberg  kommt. Auch in Altingen entlang der Ammertalbahn Richtung Gültstein fehlt eine Verbindung. Der Weg entlang der Ammer in Poltringen ist für beide Fahrtrichtungen viel zu schmal. Im Schönbuch einen korrekten Wegweiser Richtung Entringen zu finden gelingt nur schwerlich. Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Trotz aller Beschwerlichkeiten möchte ich dafür werben, aus den anfangs genannten Gründen das Rad auch für kürzere bis mittlere Alltagsstrecken zu nutzen. Vorhandene Problemstellen solten der Gemeinde gemeldet werden, nur so können diese erkannt und behoben werden. So wurden im Bereich der Baustellenausschilderung der neuen Schule schon Verbesserungen durchgeführt.

Nehmen Sie als Autofahrer Rücksicht auf Radfahrer im Straßenverkehr, leider lassen sich Fahrten auch auf stärker befahrenen Straßen noch nicht immer vermeiden. Fahren Sie sich und der Umwelt zuliebe mit dem Rad und helfen Sie mit, die Infrastruktur dafür zu verbessern.

Ulla Malang

Mehr Infos zu uns gibt es auf: www.gal-ammerbuch.de.

Aktuelle Themen – unser Treffen am 1. Mai

Unsere Ergebnisse vom GAL-Treff:

Wir bringen Wohnungspolitik voran:
Bürgerbeteiligung beim Wohnen. Was ist bei der Einwohnerversammlung an Anliegen aufgekommen? Bürger sollen Wünsche und Ideen einbringen können.
Bezahlbares Wohnen. Dies schließt Projekte der Kreisbau und die Schaffung von Mietwohnen auch im privaten Bereich mit ein.
Barrierefreier Wohnraum. Die Gesellschaft wird älter und Menschen mit Behinderung sollen in Ammerbuch problemlos einen Platz zu leben finden können.
Angemessene Wohnflächen pro Person. Die Demographie geht immer mehr zum Ein-bis-Zwei-Personen-Haushalt. Größere Wohnungen und Häuser sollten unterteilbar gebaut werden. Kinder sind irgendwann aus dem Haus, und Paare trennen sich heute häufiger.
Energieeffiziente Wärmeversorgung. Wohnungsbau und Reihenhaus sind viel effizienter als das Einfamilienhaus. Bebauungsplan und Bauplatzvergabe bieten Handlungsmöglichkeiten für die Kommune, hier hohe Energiestandards einzufordern.
Ökologische Wärmeversorgung. Bei neuen Bauflächen sollte eventuelles Potential für Nahwärmenetze genutzt werden. Sozialthermie ist zu fördern.
Wohnen für Ältere. Vom Mehr-Generation-Haus über Alters-WGs ist hier viel denkbar.
Baugruppen sind aktiv zu fördern.
Flächen effizient nutzen. Um den Flächenverbrauch abzumindern braucht es verdichtete Bauweisen.
Aktuell werden neue Wohnbauflächen entwickelt. Das alte Schulgrundstück Entringen, das alte Schulgrundstück Altingen, Fliederstraße in Entringen werden mittelfristig umgesetzt. Die Flächen oberhalb von Poltringen und Rest von „Ob dem Bahnhof“ könnten auf die Agenda kommen.
Der Kreis wird in absehbarer Zeit einen erneuten Wohnbaufachtag veranstalten.

Wir bringen den Radverkehr voran.
Wir werden weiter geeignete Baustellenumleitungen in Entringen einfordern. Im Gemeinderat werden wir auch auf die Beseitung von Gefahrenstellen hinwirken. Den Kreis werden wir auf besonders fragwürdige Beschilderungen aufmerksam machen. Zudem soll der Kreis die Radwegführund Entringen – Altingen (aktuell: Durch den Hardtwald. In Zukunft über Flugplatz Entringen und dann am Hardtwald vorbei, da der Weg im besseren Zustand ist?) Wir werden bezüglich des Radweglückenschluss in Altingen erneut Druck machen. Danke an Ulla Malang für die Photos und den Input, wo es im Argen liegt!

Gesucht: Engagement im Klimaschutz.
Um ein kommunales Klimaschutzkonzept (bis ca. Ende des Jahres) mitzuentwickeln braucht es jemand aus der Bevölkerung. Interessierte können sich unverbindlich bei info@ammerbuch.de melden.

Wir wollen mehr Banken an Spazierwegen.
Die örtlichen Gemeinderäte / die Ortschaftsräte machen das zum Thema und suchen nach Stellen im und um den jeweiligen Ort. Die Ortsvorsteher/Ortsteilvertreter besprechen Möglichkeiten eines Sponsorings durch örtliches Gewerbe, Vereine und Privatpersonen. Dann wird eine Sammelbestellung durchgeführt.

Wir machen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Themensammlung für Texte auf Ammerbuch Aktuell / Homepage: Wohnungsbau, Jugendbeteiligung, Bürgerbus, „grüne Themen“ (ohne konkreten Gemeinderatsbezug).
Beim Tagblatt können wir in der Rubrik „von Außen“ selbst veröffentlichen (max 2x im Jahr). Das könnten wir erstmals bei dem Bericht zu unserer Wohnbau-Veranstaltung nutzen.
Wir reden mit GemeinderätInnen der anderen Fraktionen, ob sie die Möglichkeit zu Beiträgen in Ammerbuch Aktuell bald nutzen werden. Es ist schön, wenn wir diese Möglichkeit am intensivsten nutzen. Aber interessant ist diese Sparte vor allem, wenn wir nicht die Einzigen sind.

Wir brauchen gerechte Freibadpreise.
Es gibt keine Ermäßigung für Inhaber der Kreisbonuscard (= Empfänger von Sozialhilfe). Wir werden in der nächsten Gemeinderatssitzung einfordern, dass diese nur ermäßigte Preise zahlen müssen. Kinder mit Kreisbonuscard / von Kreisbonscardinhabern sollen eine Ermäßigung auf die Kinderpreise bekomen.

Wir wollen grüne Energie.
Am Rande des Thema Wohnen, haben wir auch über Energie gesprochen. Sonnenstrom und Solarthermie wollen wir deutlicher fördern. Bei der Gemeinschaftsschule ist überlegenswert, ob vielleicht jemand externes darauf Photovoltaik installieren will, solange es sich nicht für uns selbst lohnt. Aufgrund der fallenden Preise für Anlagen sollte das Thema in Zukunft im Kopf behalten werden.

Niklas Becker

Hilfe das Wasser kommt!

Was tun bei Hochwasser und Starkregen?

Die letztjährigen Starkregenereignisse haben gezeigt, dass Hochwasser fast jeden, auch in Ammerbuch, aus „heiterem“ Himmel treffen kann, auch wenn man nicht unmittelbar an einem Gewässer wohnt.

Der vielbeschworene, vom Mensch verursachte Klimawandel führt nicht nur dazu, dass es auf der Welt durchschnittlich wärmer wird, sondern auch zu kleinen Temperaturänderungen in Europa, die drastische Klimaverschiebungen auslösen!

Temperaturwechsel und damit verbundene Wetterkapriolen wie Gewitter, Stürme, Starkregen können uns überraschen und unsere gewohnten Erfahrungen durcheinanderbringen

Lokale, oft räumlich eng begrenzte Starkregenfälle, sind bis jetzt nicht vorhersehbar. Die Kanalisation ist solchen Wassermassen oft nicht gewachsen. Die gesamte Kanalisation auf solche, bisher seltenen Ereignisse auszulegen ist aus Kostengründen nicht möglich.                                                       

Wir müssen zu anderen Maßnahmen greifen, um größere Schäden zu vermeiden.                                                                        Die Devise sollte sein: Das Wasser dort zurückhalten, wo es keine großen Schäden anrichtet (Retentionsflächen und Versickerungsflächen).                                                            Dort aber, wo es Schaden anrichten kann, für einen möglichst schnellen Abfluss zu sorgen, z. B. Gullis in Straßen offenhalten. Dies ist nicht nur die Aufgabe der Gemeindeverwaltung, bzw. des Bauhofes. Sie erfordert auch die Aufmerksamkeit und tätige Mitarbeit der Bürger! Dass dies in Ammerbuch gut funktioniert hat sich immer wieder gezeigt!

Retentionsflächen sind deshalb wichtig, weil sie plötzlich fallende Wassermassen aufnehmen können und nur langsam, über ein gebremstes Drainagesystem an die Kanalisation abgeben, oder dem Grundwasser über Versickerung zuführen. Diese können regelrechte Rückhaltebecken sein, aber auch Gräben, am Besten parallel zu den Höhenlinien mit gehemmtem Abfluss! Saubere Gräben führen das Wasser u.U. zu schnell ab. Ackerflächen sollten soweit möglich parallel zu den Höhenlinien gepflügt werden um den Wasserablauf zu bremsen und Erosion zu verhindern. Kontur-Pflügen.

Sumpf- und Wiesenflächen, Wald und Buschland haben ein größeres Retentionsvermögen als eine völlig aufgeräumte Landschaft oder gar versiegelte Flächen! Nicht umsonst unterstützt die Gemeinde alle Maßnahmen, die zu einer Verminderung der Abflussmengen führt! Entsiegelung von Hofflächen, Gründächer, Versickerung von Dachabwässern…

Auch zeitweise überflutete Feld-und Wiesenflächen können zur Retention genutzt werden, kommunale Investitionen die solchen Zwecken dienen werden vom Land mit bis zu 70% subventioniert! Außerdem führen Renaturierungen (wie in Pfäffingen), Aufweitungen von Bachläufen, Rückhaltebecken in landwirtschaftl. nicht stark genutzten Talauen nicht nur dem Schutz vor Hochwasser sondern auch zur Revitalisierung unserer Umwelt.(Pflanzen und Tiere)

Welche Massnahmen sollte der Bürger unternehmen? Vor Eintreten eines gefährlichen Starkregens Gefahrenpunkte erkennen! Fangkörbe der Gullis leeren, niedrige Kendelschwellen, tief gelegene Öffnungen im Auge haben und gegebenenfalls durch Maßnahmen absichern bzw. der Gemeinde nennen. Dämmmaterial, Jutesäcke (nicht über 20kg), nicht gefüllt und Sand zur nachbarschaftl. Nutzung bereit halten. Rückstauklappen in die Abwasserrohre einbauen lassen und einmal jährlich warten. Bitte bedenken Sie: Feuerwehr und Bauhof können nicht überall gleichzeitig sein, bitte fordern Sie deren Hilfe nur an, wenn dies unbedingt norwendig ist!

Ammer Renaturierung

Leichter als Starkregenereignisse sind Hochwasser an Bachläufen vorherzusagen. Durch überlegtes Bauen in Hochwassergebieten lassen sich Schäden in Grenzen halten. D.h. Keine Gebäude an Orten errichten, die mit großer Wahrscheinlichkeit überflutet werden oder dem Wasser entgegen stehen könnten. Schäden tragen oftmals Kommunen und Versicherungen, sprich die Allgemeinheit!

Um abzuschätzen wo welche Gefahren drohen gibt es Hochwasser Gefahrenkarten 

www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de

Die Hochwassergefahrenkarte am Beispiel Pfäffingen.
Quelle: Landesamt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg.

Es wird angezeigt welche Gebiete im Mittel alle 25, 50 oder 100Jahre überflutet werden könnten.                          Ein 100jähriges Hochwasser kann aber auch dreimal hintereinander auftreten oder 200 Jahre nicht.

Ratschläge, wie man sich im Falle eines Falles am Besten schützt findet man unter 

www.hzv.baden-wuerttemberg.de

Jakob Kiepenheuer

Renaturierungen an der Ammer

Gewässer sind die Lebensadern unserer Landschaft. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie verlangt, Gewässer in einem guten ökologischen Zustand zu erhalten oder – dort wo Defizite bestehen – diesen wieder zu erreichen. Ziel ist es, unsere Gewässer für eine große Vielfalt heimischer Arten wieder als Lebensraum zurück zu gewinnen.

Auch wir profitieren und erfreuen uns an einer intakten Flusslandschaft – nicht zuletzt dadurch, dass wir sie erleben und sie auch als Erholungsraum nutzen können.

Durch den Bau von Abwasserbehandlungsanlagen hat sich die Gewässergüte stark verbessert. Die vielfach vorhandene monotone Gewässerstruktur mit ihren einheitlichen Strömungsbedingungen hat jedoch vielen Flussbewohnern die Lebensgrundlage entzogen. In der Vergangenheit durchgeführte Begradigungen führen vielfach zu erhöhten Fließgeschwindigkeiten, die auch zu einer Verschärfung der Hochwassergefahr führen können.

Zwischenzeitlich versucht man die negativen Folgen früherer Eingriffe zu korrigieren. Ziel ist es, den Flüssen und Bächen ihre natürliche Eigendynamik zurückzugeben. Bei der Renaturierung wird deshalb versucht, wieder eine freiere Entwicklung der Gewässer zu ermöglichen. Fluss und Auen werden dabei als zusammenhängendes System betrachtet.

vor der Renaturierung

Für die Entwicklung und den Unterhalt unserer Gewässer ist die Gemeinde zuständig.

Um eine möglichst naturnahe Gewässerentwicklung erreichen zu können, hat die Gemeinde Ammerbuch einen Gewässerentwicklungsplan für die Ammer erstellt. Die hierin empfohlenen Maßnahmen sollen die ökologische Funktionsfähigkeit wesentlich verbessern und Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten schaffen. Nicht zuletzt können sie einen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten.

nach der Renaturierung

Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie werden zu 85% mit Landesmitteln gefördert. Weitere Mittel können über das kommunale Öko-Konto in entsprechende Projekte einfließen. Gerade im Zusammenhang mit städtebaulichen Umgestaltungen kann die Gemeinde mit den hohen Landeszuschüssen Verbesserungen des Freizeit- und Naherholungsumfelds für ihre Bürgerinnen und Bürger schaffen.

Ein erstes positives Umsetzungsbeispiel ist die Renaturierung eines Abschnittes der Ammer in Pfäffingen. Hier sind wir auch den Anliegern dankbar, die durch das Einbringen ihrer Grundstücke maßgeblich zum guten Gelingen des Projektes beigetragen haben.

Wir werden uns weiterhin gezielt dafür einsetzen, dass die namensgebende Lebensader unserer Gemeinde auch n Zukunft vermehrt aus ihrem Korsett befreit wird und damit auch die Lebensraumqualität für Pflanzen, Tiere und den Menschen selbst verbessert wird.

Andreas Steinacker GAL

Bilder: Ingenieurbüro Heberle, Rottenburg am Neckar

Fairtrade Gemeinde Ammerbuch – Was ist das?

Zielsetzung ist den fairen Handel bekannter zu machen und ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen.

Fairtrade LOGO

Das Fairtrade-Siegel garantiert, daß Produzentinnen und Produzenten aus Afrika, Asien und Lateinamerika fairere Preise für Ihre Produkte bekommen und ihre Familien ein auskömmlicheres Leben haben.

5 Kriterien müssen erfüllt sein:

1) Die Gemeinde schenkt bei allen öffentlichen Sitzungen Fairtrade Kaffee und ein weiteres fair gehandeltes Getränk aus.

2) Es gibt eine Steuerungsgruppe zur Koordination.

3) In 4 lokalen Einzelhandelsgeschäften und 2 Gastronomiebetrieben werden mindestens 2 Fairtrade Produkte angeboten.

4) In 1 Schule, 1 Verein und 1 Kirche muß ein Fairtrade Produkt angeboten werden. Bildungsaktivitäten müssen umgesetzt werden.

5) Die Kampagne muß mindestens mit 4 Artikeln im Jahr im Amtsblatt vertreten sein. Es gibt Berichte über die Aktivitäten.

Wir rufen Sie auf, diese Kampagne für eine gerechtere Welt zu unterstützen!

Was können Sie dafür tun?
Sie können Produkte mit dem Fairtrade LOGO kaufen.
Sie können Vereine, Kirchen, Einzelhandel und Gaststätten auffordern, Fairtrade Getränke auszuschenken oder zum Kauf anzubieten.

Machen Sie Werbung für Fairtrade, sagen Sie es weiter!

Sabine Kappeler GAL-Ammerbuch

Das Ammerbucher TeilAuto retten – und sparen

Das Ammerbucher TeilAuto wird wenig gefahren. Der Standort in Entringen steht auf der Kippe. Dabei bedeutet es für viele Menschen hier die Freiheit, flexibel unterwegs zu sein.
Wir setzen uns schon lange für umweltfreundliche und gerechte Mobilität ein. Neben Regionalstadtbahn und Radverkehr ist Carsharing in wichtiger Baustein für die Zukunft.

teilauto-kleinere-dateiDas TeilAuto soll bleiben.
Sie können uns dabei helfen und selbst profitieren.

Als Teilnehmer von TeilAuto sparen Sie bares Geld. Sie fahren weniger als 7000 km im Jahr? Dann rechnet sich die Sache. Besonders wenn Sie ein Naldo-Monatsticket abonniert haben. Dann können Sie bei Naldo und Teilauto doppelt sparen.
Zudem haben Sie immer das Auto das sie gerade brauchen. Wenn mal ein Transporter gebraucht wird, ist das kein Problem. Übrigens nicht nur in Ammerbuch und Tübingen, sondern in ganz Deutschland.

Das TeilAuto ist in Ammerbuch ein wichtiger Standortfaktor.

Notfalls sollte hier auch die Gemeinde einspringen und den Standort fördern. Denn die Verwaltung nutzt das TeilAuto auch für Dienstfahrten. Stattdessen einen Wagen für die Verwaltung anzuschaffen rechnet sich nicht.
Vom TeilAuto dagegen profitieren alle – Verwaltung, Bürger und die Umwelt.

ÖPNV in Ammerbuch

In der Gemeinde besteht Verbesserungsbedarf hinsichtlich Taktung und Anbindung des ÖPNV. Neben eigenen Beobachtungen zeigen dies auch zahlreiche Bürgergespräche, die in den letzten Wochen und Monaten geführt wurden. Dabei wurden gute und konstruktive Vorschläge vorgebracht. Der Sachverhalt wurde mehrfach im Gemeinderat  und im Kreistag in den zuständigen Gremien erörtert bzw. gegenüber den zuständigen Mitarbeitern des Landratsamtes thematisiert.

Wir freuen uns, dass auf Betreiben der Ammerbucher Gemeinderats- und Kreistagsmitglieder jetzt ein Verkehrsbeirat eingerichtet wird, in dem die anstehenden Fragstellungen zum ÖPNV in einer Gesamtschau betrachtet und hoffentlich zu guten Lösungen geführt werden.